Wer über eine Partnervermittlung einen neuen Menschen kennenlernt, der muss akzeptieren, dass dieser eine Vorgeschichte hat – sowohl in emotionaler als auch in sexueller Hinsicht. Für viele Personen sind diese Episoden aus dem Leben des möglichen Partners jedoch ein Problem. Die Singlebörse eDarling fertigte eine Untersuchung an, um den Partnersuchenden bei diesem sensiblen Thema zu helfen. Das Ergebnis bestätigt klassische Annahmen.

Sex oder Liebe: Über die Untersuchung

Grundlegend wollte eDarling wissen, was einen Mann oder eine Frau eher stören würde: Die sexuelle Vorgeschichte des möglichen Partners oder seine emotionale? Sexuell meint dabei die Situationen, in denen man mit einer anderen Person Geschlechtsverkehr hatte, ohne sich gleich zu verlieben. Der Begriff der emotionalen Vorgeschichte meint hingegen die Momente, in denen man sich in einen anderen Menschen verliebt hat, es jedoch nicht zu Intimitäten gekommen ist. Frauen, so das Ergebnis der Studie von eDarling, stören sich besonders an den Gefühlen, die ihre potenziellen Partner einmal anderen Menschen entgegengebracht haben. 58 Prozent der Befragten schmerzen diese Episoden mehr als die sexuellen. Bei den Männern war das Verhältnis umgekehrt: Nur 48 Prozent störten sich mehr an der emotionalen Vorgeschichte der Frau als an der sexuellen.

Beide Geschlechter sind besitzergreifend

Psychologin Wiebke Neberich, welche die Studie für eDarling auswertet, schlussfolgert, dass Männer Sex und Liebe einfach besser als Frauen trennen könnten und der Geschlechtsverkehr für sie wichtiger sei. Beide Geschlechter offenbarten durch ihre Antworten aber auch einen großen Besitzanspruch, erläutert die Expertin weiter. Am liebsten wollten demnach sowohl Mann als auch Frau den Partner ganz für sich, was jedoch illusorisch ist, denn durchschnittlich hat jeder Deutsche sieben Sexualpartner in seinem Leben. Die finale Erkenntnis unterstreicht den Wert der Studie: Eben weil beide Geschlechter besitzergreifend seien, sollten Männer mit ihrer emotionalen Vorgeschichte und Frauen mit ihrer sexuellen Vorgeschichte vorsichtig umgehen.

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