In der ersten Januar-Woche 2012 startet auf RTL2 das neue TV-Format “Traumfrau gesucht”, bei dem es sich um eine Doku-Soap und eine Partnervermittlung zugleich handelt. In sechs Folgen begleitet der Zuschauer einsame deutsche Männer, die nach Osteuropa reisen, um dort mit Hilfe von Singlebörsen ihre große Liebe zu finden. Die Kritik an dieser Idee ließ nicht lange auf sich warten, doch RTL2 wehrt sich.

Die Kritik an “Traumfrau gesucht”

Die Kritik an dem neuen Sendeformat von RTL2 zieht sich quer durch alle Gesellschaftsschichten. Die mahnenden Stimmen haben vor allem moralische Bedenken und erklären, die Show erfülle alle Klischees. So nimmt beispielsweise der 50-jährige Reiseverkehrskaufmann Walther teil, der die russischen Frauen wegen “ein bisschen Naivität” schätzt, die er “einfach schön” findet. Die “Bild” taufte das Format noch vor der ersten Ausstrahlung als “die peinlichste Kuppel-Show des Jahres”, was allerdings nach Ansicht des Boulevardblatts vor allem an den männlichen Deutschen liegt. Aber auch zahlreiche seriöse Partnervermittlungen kritisieren das Format und fürchten, es könne völlig falsche Vorstellungen von ihrer Arbeit wecken.

RTL2 kontert Kritik

Sender RTL2 will diese Kritik nicht annehmen und wehrt sich. Die Sendung erfülle eben nicht alle Klischees, erklärt die zuständige Referentin Susanne Raidt. Die Frauen, die man in dem Format zeige, seien alle berufstätig und kämen für ihren Lebensunterhalt zu 100 Prozent selbst auf. Es handele sich daher um selbstbewusste und gebildete Damen, die einfach wie die Männer auf der Suche nach der großen Liebe seien. Die mediale Aufmerksamkeit ist dem TV-Sender mit dem neuen Format auf jeden Fall sicher.

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