Ein neuer Trend grassiert an deutschen Universitäten. Mit “Spotted” wird das soziale Netzwerk “Facebook” als Online-Partnervermittlung genutzt. Das Konzept ist dabei so einfach wie genial: Je mehr Mitleser es gibt, desto eher klappt die Vermittlung, weshalb stetig mehr Leute auf den “Spotted”-Seiten lesen. Für Facebook bedeutet das Konzept zudem ein Stück weit, zu den alten Wurzeln zu finden.

So funktioniert “Spotted”

“Spotted” arbeitet mit dem Prinzip des Sehens und Gesehen werdens. Wenn ein Student eine attraktive Kommilitonin in der Vorlesung gesehen hat, kann er einen entsprechenden Eintrag an den Administrator seiner “Spotted”-Seite absetzen. Dieser veröffentlicht den Text dann anschließend wie eine Flirtanzeige. Der Suchende bleibt dabei allerdings anonym. Er bestimmt selbst, wie viel er von sich preisgibt. Wichtiger ist ohnehin, dass er seine Angebetete (oder umgekehrt) beschreibt. Je mehr Menschen regelmäßig die “Spotted”-Seite ihrer Universitäten besuchen, desto wahrscheinlicher wird es, dass die gesuchte Dame selbst darunter ist oder einer ihrer Freunde sie erkennt und sie auf die Anzeige hinweist. Ist sie interessiert, so kann sie ihrerseits den Administrator anschreiben, der den Kontakt vermittelt. Die Online-Partnervermittlung via Facebook hat ihre Aufgabe erledigt.

Zurück zu den Wurzeln für Facebook

Für Facebook sind diese kleinen Singlebörsen an den deutschen Hochschulen so etwas wie eine Rückkehr zu den Wurzeln. Das soziale Netzwerk begann in den USA als ein Konzept, das rein den Hochschulen vorbehalten war. Seinen großen Durchbruch feierte es zudem damit, dass man dort seinen Beziehungsstatus angeben konnte. “Spotted” ist im Prinzip die konsequente Fortsetzung, weil man jetzt nicht mehr nur unter den Freunden, sondern generell an der Hochschule suchen kann.

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